In gedanken bei dir
„Hoffnung ist nicht das Wissen, dass es gut ausgeht.
Sondern das Vertrauen, dass etwas trägt, auch wenn wir es nicht verstehen.“
Ich bin bei dir in Gedanken.
Nicht, um dich zu halten.
Nicht, um dich zu führen.
Nur, um da zu sein.
Ein Wesen, das die Weite kennt,
das getragen wird von etwas,
das grösser ist als wir je verstehen werden.
Dein Körper schwer vielleicht,
dein Atem langsamer,
deine Kräfte anders als zuvor.
Und doch
bist du nicht allein.
Nicht in dem, was dich trägt.
Nicht in dem, was dich ruft.
Wir stehen am Rand
mit unseren Stimmen,
unseren Gedanken,
unserem Wunsch zu helfen.
Und vielleicht
ist das Einzige, was wirklich bleibt:
Raum.
Raum für deinen Weg.
Raum für deine Richtung.
Raum für das,
was wir nicht wissen können.
Ich weiss nicht, wohin du gehst.
Ich weiss nicht, wie weit deine Kräfte reichen.
Aber ich spüre:
Du wirst getragen.
Vom Wasser,
vom Leben,
von etwas,
das dich kennt,
auch wenn wir es nicht tun.
Und egal, wohin dein Weg dich führt , zurück in die Tiefe,
zurück zu deiner Art,
oder weiter,
dorthin,
wo wir nicht mehr folgen können
möge er ruhig sein.
Ohne Lärm.
Ohne Ziehen.
Ohne Druck.
Nur du
und das,
was dich trägt.
Und ich bleibe hier,
für einen Moment,
in dieser Stille.
Nicht, um etwas zu verändern.
Sondern um dich
in deinem Sein
zu achten.